| WolfhetanWerdrohtin Spuren der Vergangenheit |
Auf diesem Bild sehen sie mein Prunkstück. Dieses Bett entstammt nicht aus dem Warenangebot eines schwedischen Möbelhauses!
Meine Rekonstruktion eines gedrechselten Bettes ist den Funden von Oberflacht 192 und dem Kölner Knabengrab nachempfunden. Das Rahmenholz ist aus Rotbuche, die Drechseldocken aus Ahorn. Alles ist gebeizt mit natürlicher Walnussbeize (diese Naturbeize ist überliefert, kann aber heute nur von noch wenigen Personen hergestellt werden; vielen Dank an Herrn Blöchl).
Solche Rahmenbetten mit Geländer sind für das 6. und 7. Jahrhundert belegt und sind der Oberschicht zuzuschreiben. Oft hatten sie nicht nur gedrechselte Docken an Quer- und Langwänden, sondern auch gedrechselte rillenverzierte Pfosten mit Knaufabschluss. Für das hohe Mittelalter gibt es sogar Bildabbildungen (z.B. Szene aus dem Mainzer Evangeliar um 1260).
Gewebespuren an den Quer- und Langwänden lassen auf eine Stoffverspannung hinter den Drechseldocken schließen.
Stühle und Kerzenleuchter
Einfache Sitzmöbel für den Alltag.
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So könnte der Richterstuhl von Oberflacht Grab 11 ausgesehen haben. Die Rückenlehne meiner Rekonstruktion ist mit zeitgenössischen Motiven beschnitzt und mit gedrechselten Docken versehen. Die Vogelköpfe sind nach dem Originalfund beschnitzt.
Der komplette Stuhl besteht aus Eiche.
Rekonstruktion eines Oberflachtstuhl aus Grab 92. Die Füße bestehen aus Rotbuche, der Rahmen aus Ahorn und die Sitzverstrebungen aus Nußbaumholz.
Der Kerzenleuchter aus Oberflacht 82 ist aus Ahorn.![]()
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Kerzenleuchter aus Ahornholz (Rekonstruktion aus Oberflacht Grab 233)
Ich besitze noch mehr an Rekonstruktionen aus dem Gräberfeld von Oberflacht. All dies zu präsentieren würde den Rahmen der Seite sprengen.
Quellen nach:
- P. Paulsen und H. Schach-Dörges: Holzhandwerk der Alamannen, Stuttgart 1972
- Siegwalt Schiek: Das Gräberfeld der Merowingerzeit bei Oberflacht, Stuttgart 1992
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