WolfhetanWerdrohtin Spuren der Vergangenheit
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Trachten der Merowingerzeit
Sieht man von den Moorleichen ab, gibt es keine vollständigen Kleidungsfunde im gesamten Frühmittelalter. Zusammenstellungen und Macharten werden von alten Malereien (z.B in Kirchen) und aus schriftlichen Überlieferungen antiker Schriftsteller übernommen.
An korrodierten Metallstücken, z.B. von Gürtelschnallen, haben sich Stoffreste teilweise erhalten. Verschiedene
Stoffe und Webarten können dadurch belegt werden.
Die Kleidung der Frau änderte sich parallel zu der Fibeltrageweise. Oberkleid und Unterkleid
wurden immer getragen, nur die Länge varierte. Die Beine wurden von Wickeln geschützt. In einigen Frauengräbern wurden sogenannte Vittas (Stirnbänder) gefunden, die mit Goldstreifen durchwirkt waren (z.B. Aschheim). Diese wurden möglicherweise einzeln oder in Verwendung mit einem Schleier getragen.
Die Gewandung des Mannes veränderte sich über die gesamte Epoche der Frühgeschichte kaum. Eine Ober- und Untertunika, Hose, Umhang, Wadenwickel und lederne Schuhe
oder Stiefel waren Standart. Gegen Ende der Merowingerzeit kam noch der Kaftan hinzu.
Häufig waren die Kleidungsstücke mit Borten (wenige Einzelfunde), Stickereien oder Stoffapplikationen verziert.
Stoffarten
Die häufigste Stoffart war die Leinwandbindung. Leinen und Wolle wurden in der heimischen Produktion hergestellt.
Gefunden wurden auch Gewebe aus Nessel und Hanf.
Seide und Baumwolle wurden importiert, und waren der Oberschicht vorbehalten.
Es gab eine Vielzahl von Köperbindungen, z.B. Frischgrat-, Rippen-, Rosetten- und Diamantköper.
Die Stoffe wurden häufig in kräftig leuchtenden Farben gefärbt.
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